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Schwarzer Tee aus aller Welt

Wie der Schwarze Tee seinen Weg nach Europa fand

Neulich besuchte ich den Twinings-Shop in London. Sogar auf seinem Kassenbon steht geschrieben, dass es sich hierbei um "die älteste Tee-Firma der Welt" handelt. Standesgemäß ist dem Geschäft auch ein Tee-Museum angegliedert. Ich hielt mich lange dort auf und dabei wurde mir klar, wie aufregend und faszinierend die Geschichten rund um den Tee sind und dass es vielen Zufällen zu verdanken ist, dass wir heute so viele gute Teesorten kennen und dass es überhaupt Tee gibt. Ich gebe zu, dass es nicht der Zufall war, der mich hierher führte, sondern die Neugier des Tee-Liebhabers und Geschäftsmannes, der ständig auf der Suche nach neuesten Trends und angesagten Teesorten für den eigenen Tee-Laden ist.

 

Wie alles begann

Die Geschichte des Tees beginnt in China, wie so oft, mit einem Zufall. Dort regierte einst Kaiser Shen-Nung. Er hatte sich angewöhnt, stets nur abgekochtes Wasser zu trinken. Eines Tages, als Sheng-Nung gerade unter einem Teebaum saß, trug ein Windstoß ein Teeblatt in sein heißes Wasser. Schnell bemerkte er, dass ihm so das Wasser viel besser schmeckte und außerdem eine erfrischende und belebende Wirkung davon ausging. Von diesem Tage an ließ sich der Kaiser sein Wasser nur noch so servieren.

Heute wissen wir, dass jener Teebaum ein Camellia sinensis war. Das ist eine Pflanzenart der Gattung Kamelien, die in vielen Varietäten als immergrüne Sträucher oder Bäume mit maximalen Wuchshöhen bis neun Meter wachsen. Diese Pflanzen bilden die Grundlage für den Grünen und Schwarzen Tee. Der Farbunterschied ergibt sich lediglich daraus, wie die Teeblätter verarbeitet werden. Dazu später mehr.

Die Niederländisch-Ostindische Kompanie brachte dann erstmals im Jahre 1610 zunächst nur den Grüntee nach Holland. Dieses Unternehmen verfügte über ein Monopol für den Asienhandel und somit über den wertvollen Zugriff auf den Tee. Ungefähr ab Mitte des 17. Jahrhunderts fand der Tee seinen Weg auch nach Deutschland. Dass der Tee zuerst in Ostfriesland anlandete, ist geografisch leicht nachvollziehbar. Immerhin hat sich dort bis heute eine besondere Teekultur erhalten.

Der teure Tee war damals nur den "besseren Kreisen" vorbehalten, obwohl dessen Qualität zu jener Zeit noch zu wünschen übrig ließ. Das lag auch daran, dass die Frachträume der alten, muffigen Segler viel zu feucht waren, was dem Aroma der Teeblätter sehr schadete und die Überfahrt von Asien nach Europa dauerte mindestens ein halbes Jahr. Im Ergebnis waren die Teelieferungen durch diese Art der Überführung oftmals richtig verdorben.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann auch Schwarztee nach Europa verschifft. Der durchfermentierte Schwarze Tee konnte die langen Transportwege meistens unbeschadet überstehen und ließ sich auch leicht lagern. In der Folge verdrängte er den Grünen Tee und setzte sich bald in ganz Europa durch.

 

Schwarzer Tee erobert die Welt

Auch in der Geschichte des Schwarzen Tees spielten Mythen und Zufälle eine Rolle. So heißt es, dass ein Bauer gerade dabei war, seinen Grüntee herzustellen, als er durch Soldaten von seinem Schaffen abgelenkt wurde. Wegen dieser ungewollten Verzögerung wurde der Tee deutlich stärker fermentiert. Dennoch konnte er seinen "misslungenen" Tee noch verkaufen und seine Kunden fragten gerade diese Sorte dann verstärkt nach. Am Anfang des 20. Jahrhunderts war der Grüne Tee durch den Schwarzen Tee fast vollständig verdrängt worden. Heute hat sich weltweit in etwa ein Verhältnis von 3:1 zwischen dem Schwarzen und dem Grünen Tee eingependelt. In Deutschland betragen die Anteile zurzeit 71 Prozent Schwarztee und 29 Prozent Grüntee.

Die meisten Teeanbauländer stellen heute Schwarzen Tee her. Dazu zählen zum Beispiel Indien mit Sri Lanka und einige Länder in Afrika und Südamerika. Aufgrund ihrer Geschichte und Kultur produzieren Japan ausschließlich und China vorrangig Grünen Tee. Übrigens bezeichnen die Chinesen den Schwarzen Tee als Roten Tee. 

Dass die beliebtesten Teesorten in Indien und Sri Lanka produziert werden, verdanken wir den Engländern. Die Briten begriffen schnell das wirtschaftliche Potenzial, das ihrem geliebten Tee innewohnte. Daher stiegen sie ebenfalls über die "British East India Company" in den Handel ein. Allerdings wurde der Handel um 1840 vom Opiumkrieg überschattet. In der Konsequenz strebte man hinsichtlich des Teehandels die Unabhängigkeit von China an. Gleich nach den ersten erfolgreichen Anpflanzungen auf dem indischen Subkontinent (Kalkutta, Indien) legten die Briten in ihren Kolonien in Indien und Sri Lanka, aber auch in Afrika, große Teeplantagen an.

Übrigens ist auch meine Lieblings-Teesorte "Earl Grey" das Produkt eines "englischen Zufalls". Aber wissen Sie auch, dass es einen männlichen und einen weiblichen Earl Grey Tee, nämlich "Graf und Gräfin Earl Grey", gibt?

Lassen Sie uns zuerst eine gute Tasse Tee trinken und dann erzähle ich Ihnen die ganze Geschichte.

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